Pilgerkirche St. Jakobusund Verena

Den Pilgerstempel finden Sie in der Kirche, im Kästchen links des Haupteinganges.

Die PilgerInnenherberge

befindet sich an der Hubstrasse 2, im alten Hebammenhaus beim Dorfbrunnen und hat für knapp 10 Personen platz:
Wo Sie den Schlüssel abholen können ist an der Herberge angeschlagen. Die Herberge kann ab 17:00 Uhr bezogen werden.
Sie kostet 18.- Fr. bezw. 12,- Euro die Nacht, für Kinder 8 Euro bzw. 12 Fr..

Anfragen bei den Herbergsverantwortlichen:
Birghit Stahel 071 657 29 74 (fax 071 657 10 62)
oder Fam. Trippel, 071 657 18 52

HERZLICH WILLKOMMEN !

  unsere Pilgerherberge wenn Sie von der Kirche aus auf dem Fusspfad hinunter gegangen sind und bei den Ziegen stehen. Nun müssen Sie links um das Haus herum gehen... (gleich links hier ist übrigens ein Lebensmittelgeschäf...t (Volg))
hier ist der Eingang. Sie erkennen ihn an der Muschel... und hier finden Sie Namen und Adresse jener Person, die Ihnen heute den Schlüssel übergibt. Guten Aufenthalt und eine erholsame behütete Nacht !

DANK engagierten Gemeindegliedern, (und Defizitgarantie :-) von der evangelischen Kirchemgeinde Märstetten, der politischen Gemeinde Märstetten und der kath. Kirchgemeinde St. Johannes) kann seit dem 1. Juli 2003 eine einfache Unterkunft für Pilgerinnen und Pilger zur Verfügung gestellt werden.

nützliche Links zum Pilgern durch die Schweiz:

Zürich : www.jakobspilger.ch
St. Gallen : www.pilgern.ch

Kurz und bündig:

Der Jakobsweg - Die Pilgerreise nach Santiago de Compstela

Der 25. Juli ist der Tag des Apostel Jakob, der Schutzheilige Spaniens.
Jakob kennt man auch als Sankt Jakobus oder auf spanisch als Santiago. Santiago wird auch als Vorname gebraucht dann auch gekürzt zu Santi.
Jakobus war ein Jünger Jesu und das besonders eifrig.
Legenden berichten so einiges von Jakobus:
- Er heilte den Zauberer Hermogenes von Dämonen
- Er heilte eine Lahmen.
- Nach Christi Himmelfahrt missionierte er in Spanien und kehrte dannach nach Jerusalem zurück.
Er verkündete das Evangelium in Samaria und Jerusalem - bis ihn König Herodes Agrippa I. von Judäa 43 n. Chr. köpfen ließ.
Dadurch wurde Jakobus der erste Märtyrer unter den Aposteln.
Die Jakobskirche in Jerusalem soll an der Stelle seines Martyriums stehen.
Im Jahre 70 kamen seine Gebeine in Katherinenkloster auf dem Sinai und im 8. Jahrhundert nach Spanien, damit die Knochen nicht zum Spielzeug für die moslemischen Sarazenen wurden.

Einer anderen Legende nach wurde Jakobus' Leichnam im Jahr 44 in eine Marmorsarg gelegt und auf ein Boot geladen. Dieses Boot trieb dann bis in den Hafen Iria Flavia - im heutigen spanischen Galicien.
Dort wurde der Apostel im Wald begraben.
Jedenfalls war Jakobus dort gut versteckt, denn die arabischen Eroberer Spaniens entdeckten das Grab nicht. Das geschah erst nach dem Rückzug der Mauren.
Im Jahre 813 sah dann der Eremit Pelayo in diesem Wald ein Leuchten und hörte Gesänge.
Er berichtete dies dem Bischof Teodomiro, der eine Untersuchung anordnete, bei der dann das Grab entdeckt wurde.

König Alphons II. von Asturien erklärte 814 Jakobus zum Schutzheiligen Spaniens und ließ an dessem Grab eine Kapelle bauen.
Im Jahre 840 sollen dann die erste Pilger aus Asturien gekommen sein.
Im Jahre 844 erschien dann Jakobus, auf einem weissen Pferd reitend, den Spanier unter dem Asturischen König Ramiro I. im Kampf gegen die Mauren in der Schlacht von Clavijo. Diese Schlacht hat aber modernen Historikern zu Folge nie statt gefunden, sondern gehört ins Reich der Legenden.

Ein so bedeutender Apostelleichnam. in der spanischen Provinz förderte natürlich den mittelalterlichen Pilgertourismus der sich auf den „Camino der Santiago", den Jakobsweg, aufmachte.

Papst Calixto II. legte 1122 fest, dass wenn in einem Jahr der 25. Juli auf einen Sonntag fällt, dann ist dieses Jahr ein Heiliges Jahr des Jakobus. Und so wurde aus der Kapelle im Jahre 1128 eine Kathedrale und das Örtchen wurde zu der Stadt Santiago de Compostela.
Durch Papst Alexander III. wurde Santiago de Compostela zur heiligen Stadt erklärt. Und er legte 1179 fest, dass Pilger die in einem Heiligen Jahr nach Santiago de Compostela pilgern alle Sünden erlassen werden.
Um seine Sünden erlassen zu bekommen muss man nicht den ganzen Weg nach Santiago zu Fuß zurücklegen, es reicht die letzten 100 km nachgewiesenermaßen zu Fuß zurück gelegt zu haben, um die Pilgerurkunde zu bekommen. Wer mit dem Fahrrad oder dem Pferd ankommt, muss 200 km hinter sich gebracht haben.

Der nächste sonntägliche 25. Juli ist 2004. Danach fällt der 25.7 erst wieder 2010 auf einen Sonntagund die hl. Pforte wird geöffnet...

Santiago ist die spanische Übersetzung für St. Jakob. Und Compostela hieß auf lateinisch eigentlich campus stellae = Sternenfeld.
Sternenfeld, weil das Feld damals leuchtete als der Eremit das Jakobus' Grab entdeckte.
Andere sagen, es heisse einfach Friedhof, Grabstelle - Kompost eben.

1588 versteckte der Erzbischof Clemens die Gebeine des Apostels aus Angst vor einem Angriff der Engländer so gut, dass sie 300 Jahre lang verschollen blieben.

Im 18. Jahrhundert gehen die Pilgerzahlen zurück.

Erst ab 1965 wird der Jakobsweg wiederbelebt und auf die 700 Jahre Eidgenossenschaft im TG als Schwabenweg (Konstanz-Hörnli) gekennzeichnet.

1982 besucht Papst Johannes Paul II. Santiago als erster Papst überhaupt.

Jährlich kommen 10 Millionen TouristInnenen, davon 200.000 PilgerInnen nach Santiago de Compostela.

aus: http://www.w-akten.de/themaderwoche/jakobsweg.phtml